> > > > > 17.09.2006
Freitag, 22. Januar 2021

Die Komponistin Kaija Saariaho

Musik als Zufluchtsort

Die Frankfurter ‚Alte Oper’ feiert Geburtstag. Vor 25 Jahren wurde das wieder aufgebaute Haus feierlich neu eröffnet. Seitdem gehört es zu den bekanntesten Konzerthäusern des Landes, wenn auch die Akustik teilweise problematisch ist. Gefeiert wurde das Jubiläum ausgiebig mit dem ‚Auftakt 2006’! Wie es Tradition ist, wurde wieder ein zeitgenössischer Komponist in den Mittelpunkt gestellt. Dieses Jahr ist es die Komponistin Kaija Saariaho. In Finnland geboren, lebt sie schon seit 20 Jahren in Paris. Sie selbst bezeichnet sich immer noch als Finnin und erklärt, dass ihre Musik vom finnischen Licht und der Natur geprägt ist. Und in der Tat, die Akustik der Stille, welche die nordischen Länder prägt, ist in ihrer Musik sehr präsent. Auch ein Symposium war der Komponistin gewidmet und die Referenten gingen mit der zerbrechlich und etwas entrückt wirkenden Künstlerin sehr behutsam um. Saariaho betonte, dass ihr die Reinheit des Musizierens sehr wichtig sei. Ja, man konnte es spüren, wie sie sich in ihrer Musik tastend von Ton zu Ton zu einer Dimension vorarbeitet, die über die vordergründige Welt hinausgeht. Kaijas Saariahos Musik beinhaltet durchaus eine große metaphysische Komponente, die auch das Wesen der Komponistin prägt, zudem bestimmt noch eine starke ethische Dimension ihre Persönlichkeit und somit auch ihr Schaffen. Dies war vor allem in ihrem 1995 entstanden Werk ‚Château de l’âme’ zu spüren, das eines ihrer ersten Werke für großes Orchester und Gesang ist. Die Texte der fünf Lieder, die allesamt verschiedene Arten der Liebe behandeln, gehen auf vedische Texte und auf alte ägyptische Zaubertexte zurück. Das HR-Sinfonieorchester unter Hugh Wolff musizierte sehr einfühlsam, Solveig Kringelborn zeichnete mit ihrem reinen Sopran ein eindrucksvolles Klangbild in den Raum.

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Kritik von Midou Grossmann



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Alte Oper Frankfurt/Main - Auftakt 2006: Komponistenporträt Kaija Saariaho

Ort: Alte Oper,

Werke von: Kaija Saariaho, Robert Schumann, Richard Strauss

Mitwirkende: Hugh Wolff (Dirigent), Marc Albrecht (Dirigent), Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks (Orchester), Solveig Kringelborn (Solist Gesang), Patricia Bardon (Solist Gesang), Steven Isserlis (Solist Instr.)

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