> > > > > 18.08.2006
Mittwoch, 26. Februar 2020

Meisterwerk des 15-jährigen Genies

Mozartsche Rarität

Mozartsche Raritäten machen bei  ?M 22? die Runde, z.B. die Azione teatrale ?Il Sogno di Scipione? in der Großen Universitätsaula als Übernahme vom Stadttheater Klagenfurt. Diese Huldigungsallegorie im Gestus des höfischen Barocktheaters mag als klangvoller Beweis gelten für die frühlingshafte Kreativität des 15-jährigen Mozart. Und sie lässt wetterleuchten was der spätere Musikdramatiker an Genialitäten der musikalischen Welt bescheren sollte. Vor allem die fantasievoll gestalteten, dramatisch verdichteten Arien mit ihren knapp gehaltenen Reprisen sprengen bereits die strengen Regeln der barocker Musiktypologie. In einem Traum steht die römische Feldherr Scipione vor der Wahl, dem wechselhaften Glück (Fortuna) oder der tugendhaften Beständigkeit (Constanze) zu folgen, wofür er sich letztlich entscheidet. In der  konventionell gebauten, sparsam ausstaffierten Inszenierung von Michael Sturminger macht Blagoi Nacoski den Scipione zur Prachtrolle. Die Arie des Träumenden und der späteren Verzicht auf ?Fortuna? steht für bedeutende musikdramatische Sorgfalt. Glänzend kommt Louise Fribo als Constanze mit dem Figurenwerk zu recht. Schmeichlerisch hartnäckig attackiert Bernarda Bobro als Fortuna. Das tüchtige Kärntner Sinfonieorchester unter dem souverän die Geschickte lenkenden Robin Ticciati lässt es am dynamischen Schwung und der Akkuratesse beim Herausarbeiten von Feinheiten nicht mangeln. Großes Hörvergnügen!

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Kritik von Prof. Egon Bezold



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Il Sogno di Scipione:

Ort: Universität Mozarteum: Aula,

Werke von: Wolfgang Amadeus Mozart

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