> > > > > 14.08.2019
Dienstag, 17. September 2019

Enescus' Œdipe in Salzburg

Ein Wurf

George Enescus 'Œdipe' ist ein Ausnahmewerk: Opus summum und zugleich einzige Oper des Komponisten, eigenständige und stringente Lesart des Oedipusmythos durch Enescu und seinen Librettisten Edmond Fleg und (zusammen mit Szymanowskis etwa gleichzeitigem 'König Roger') die Oper, in der die Abkehr vom klassizistisch-idealistischen, weißmarmornen Griechenlandbild des 19. Jahrhunderts in den ersten Jahrzehnten des 20. am klarsten greifbar wird. Eine Abkehr, die sich (nicht zuletzt durch Freuds neue Lesart gerade des Oedipusmythos) zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch in der klassischen Philologie vollzog; düstere, beunruhigende Züge der Gründernation der europäischen Zivilisation kamen in den Blick. Dem entspricht (dies alles gewiss grob vereinfachend) ein Gegenentwurf, ein anderes Europa auch in Enescus Musiksprache – sein spätromantisches Idiom verbindet französische und deutsche Einflüsse mit Elementen der Musik seiner Heimat Rumänien wie z. B. Vierteltöne, nichtperiodisches melodisches Material, Heterophonie und eine pastorale, holzbläsergeprägte Klangwelt – das Ergebnis ist nicht moderner, unzugänglicher als etwa Strauss‘ 'Elektra'. Nur eben anders.

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Kritik von Samuel Zinsli

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Œdipe: George Enescu

Ort: Felsenreitschule,

Werke von: George Enescu

Mitwirkende: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor (Chor), Ingo Metzmacher (Dirigent), Achim Freyer (Inszenierung), Wiener Philharmoniker (Orchester), John Tomlinson (Solist Gesang), Christopher Maltman (Solist Gesang)

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