> > > > > 27.04.2019
Sonntag, 15. September 2019

'Turandot' an der Bayerischen Staatsoper

Faszination und konzeptionelle Intelligenz

Über mangelnde Action kann man sich, wenn die Regie-Truppe ‚La fura dels Baus‘ am Werk ist, sicherlich nicht beklagen. So auch in der laufenden 'Turandot'-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper, die am Freitagabend im Münchner Nationaltheater zu sehen war. Im Dezember 2011 hatte die Produktion ihre dortige Premiere – an Faszination und konzeptioneller Intelligenz hat sie seither nichts verloren. Der grundlegende Ansatz: Totale Überwachung unter der Kontrolle der Prinzessin, die ihre aus einer Fiktion heraus in die Zukunft verlegte Macht über ein global ausgedehntes Riesenreich ausübt, von Volk und Gefolge gefürchtet. Symbolisiert wird all das durch eine überdimensionierte optische Linse, durch die alles nach dem ‚Big Brother‘-Prinzip für das voyeuristisch beobachtende Auge sichtbar wird und die vielseitig einsetzbar im weiteren Verlauf wahlweise auch als Vollmond, Gong und Guillotine fungiert.

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Kritik von Thomas Gehrig

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Turandot: Dramma lirico in drei Akten von Giacomo Puccini

Ort: Bayerische Staatsoper,

Werke von: Giacomo Puccini

Mitwirkende: Pinchas Steinberg (Dirigent), La Fura dels Baus (Inszenierung), Bayerisches Staatsorchester (Orchester), Golda Schultz (Solist Gesang), Yonghoon Lee (Solist Gesang)

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