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Freitag, 22. November 2019

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Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, Copyright: Paul Ott

Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, © Paul Ott

Claus Guths inszeniert Händels 'Orlando' in Wien

Kriegstrauma und Liebeswahn

Nur oberflächlich ist Georg Friedrich Händels späte Oper 'Orlando' eines der vielen Liebes- und Beziehungsdramen, wie sie für Barockopern charakteristisch sind: Da gibt es den Titelhelden Orlando, der unsterblich in Angelica verliebt ist. Diese aber begehrt allein ihren Medoro, möchte aber Orlando nicht direkt abweisen. Immerhin ist sie ihm extrem dankbar, weil er einst ihr Leben gerettet hat. Außerdem hat sie auch etwas Angst vor ihm, denn er ist ein tapferer Soldat. Sie hält ihn also hin und bereitet mit Medoro, den sie für ihren Bruder ausgibt, die Flucht vor. Etwas kompliziert wird die Geschichte noch, weil Dorinda, eine Schäferin, ebenfalls in Medoro verliebt ist. Soweit kennt man das ja. Dass 'Orlando' aber viel mehr als ein komplexes Vierecksbeziehungsdrama ist, liegt an der Titelpartie. Orlando ist nicht einfach nur ein Held, sondern ein Krieger, der am Ende des zweiten Aktes der Oper dem Wahnsinn verfällt. 'Der rasende Roland' heißt entsprechend ja auch das Epos, aus dem der unbekannte Librettist den Stoff genommen hat.

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Kritik von Prof. Dr. Michael Bordt

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Orlando: Händeloper im Theater an der Wien

Ort: Theater an der Wien,

Werke von: Georg Friedrich Händel

Mitwirkende: Giovanni Antonini (Dirigent), Claus Guth (Inszenierung), Il Giardino Armonico (Orchester), Anna Prohaska (Solist Gesang), Florian Boesch (Solist Gesang), Christophe Dumaux (Solist Gesang)

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