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Mittwoch, 12. Dezember 2018

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Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, Copyright: Paul Ott

Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, © Paul Ott

Händels 'Teseo' im Theater an der Wien

Großartige Neuentdeckung

Eine sehr selten gespielte Oper Georg Friedrich Händels hatte am Theater an der Wien Premiere: 'Teseo'. Die Geschichte rund um den antiken Theseus ist, wie so oft in Barockopern, kompliziert und hat viele Wendungen: Im Zentrum der Oper steht weniger der Titelheld, sondern Medea, eine eifersüchtige, gefährliche Zauberin. Der König Egeo hatte mit ihrer Hilfe den Krieg gewonnen und ihr dafür die Ehe versprochen. Doch sein Versprechen hält er nicht, weil er sich in sein Mündel Agilea verliebt hat und diese heiraten will. Was er nicht weiß: Agileas Herz ist schon längst vergeben, und zwar an Teseo. Folglich findet sie es gar nicht komisch, dass sie nun den König heiraten soll, und auch Teseo ist entsetzt, als er von dem Plan erfährt. Nur Medea stört es nicht, dass der König sein Versprechen nicht einhalten möchte, denn sie interessiert sich nicht für den alten, klapprigen König, sondern ebenfalls für den jungen, frischen Teseo. Was keiner weiß: Teseo wird sich im Verlauf der Handlung als Sohn von Egeo herausstellen. Das wäre an sich noch nicht so dramatisch, wenn Egeo nicht Medea versprochen hätte, sie könne, statt ihn zu heiraten, die Ehe mit seinem Sohn eingehen, der ‚irgendwie‘ in nächster Zeit erscheinen soll. Alles scheint also vorgezeichnet: Egeo kriegt Agilea und Medea ihren Teseo. Als im letzten Akt dann aber klar wird, wer wer ist und wer wen liebt, beschließt Egeo auf die Ehe mit Agilea zu verzichten und sie seinem Sohn zu überlassen. Medea tobt vor Zorn, brennt den Königpalast nieder, aber kann auch nichts gegen die Eheschließung unternehmen.

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Kritik von Prof. Dr. Michael Bordt

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Teseo: Premiere im Theater an der Wien

Ort: Theater an der Wien,

Werke von: Georg Friedrich Händel

Mitwirkende: René Jacobs (Dirigent), Akademie für Alte Musik Berlin (Orchester), Moshe Leiser (Regie), Christophe Dumaux (Solist Gesang)

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