> > > > > 30.09.2018
Sonntag, 9. Dezember 2018

Bruckners Achte in der Elbphilharmonie

Erhabene Drastik

Mit Klaus Tennstedt, Günter Wand, Herbert Blomstedt und Christoph Eschenbach weist das NDR Elbphilharmonie Orchester eine lange, fruchtbare Bruckner-Tradition auf. Dass Christoph von Dohnányi als einer der ehemaligen Chefdirigenten des Klangkörpers ebenfalls dazu zählt, davon konnte man sich in der Elbphilharmonie mit der Achten Sinfonie in c-Moll (in der Fassung von Robert Haas) ein klares Bild verschaffen. Als einer, der in der Hansestadt Hamburg großen musikalischen Einfluss ausgeübt hat, wurde der beinahe neunzig Jahre junge Dohnányi zu Beginn mit großem Applaus begrüßt, um am Ende mit Standing Ovations verabschiedet zu werden. Diese waren auch hoch verdient, denn dazwischen lagen rund 80 kompromisslose Minuten Bruckner, die von weltentrückter Schönheit bis zu erhabener Drastik reichten. Mit ihren vor allem im Finale schonungslos exekutierten Blechbläserausbrüchen war diese Achte der noch dissonanteren Neunten um einiges näher als der Siebten mit ihrem schwelgerischem Melos. Von alterweiser Dämpfung oder gar Zurückhaltung war hier nichts zu vernehmen. So durfte sich die Pauke vor allem im Finale ordentlich austoben. Die katastophenhafte Klimax im Kopfsatz mit Signaltrompete wurde genauso sachlich spektakulär ausgebreitet wie die bis ins Weltall vorstoßende minutenlange Steigerung mit Beckenschlag im Adagio. Selten wurde die extreme Wucht des groß besetzten NDR-Orchester dabei einmal von romantischer Schwelgerei aufgefangen, stets wies die Tendenz Richtung Moderne.

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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Christoph von Dohnányi: Bruckner: Achte Sinfonie

Ort: Elbphilharmonie,

Werke von: Anton Bruckner

Mitwirkende: Christoph von Dohnányi (Dirigent), NDR Elbphilharmonie Orchester (Orchester)

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