> > > > > 07.04.2018
Sonntag, 22. Juli 2018

Alan Gilbert dirigiert Mahler

Der lange Atem

Sobald in der ersten Abteilung von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 3 in d-Moll die Hauptthemenkomplexe vorgestellt werden, beginnt eine mehrere Minuten dauernde Steigerung, die ganz leise mit einem vertrauten Marschrhythmus in den Kontrabässen beginnt und zu dessen Begleitung in den Holzbläsern dann die kurze Wiederaufnahme des zweiten Themas erfolgt, an das der nun im Verbund agierende Streicherapparat mit hochfahrenden Bewegungen anschließt. Eine ansteckend kitschige Gesangmelodie in den Streichern fährt dazwischen – in der Partitur versehen mit den Anmerkungen ,Schwungvoll‘ und ,Immer dasselbe feurige Marschtempo, ohne zu eilen‘. Immer mehr Orchesterguppen treten dazu, bis urplötzlich der ,Weckruf‘ vom Anfang der Sinfonie im Blech wieder da ist. Mittlerweile wurde so viel musikalische Energie freigesetzt, dass das klangliche Geschehen quasi in alle Richtungen ausbricht. Aus diesem Grund bricht sich auch die auftürmende musikalische Welle – nicht ohne ankündigendes Harfenglissando – nun in einem mehrfachen Fortissimo-Aufschrei, der den Klangraum jäh in eine universale Dimension hin aufstößt, ja geradezu aufsprengt. Danach muss der formale Verlauf des Satzes erst einmal wieder in sich zusammenfallen, bevor Pan von Neuem erwachen darf.

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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Mahler 3: Alan Gilbert

Ort: Elbphilharmonie,

Werke von: Gustav Mahler

Mitwirkende: Alan Gilbert (Dirigent), NDR Elbphilharmonie Orchester (Orchester)

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