> > > > > 22.04.2018
Dienstag, 16. Oktober 2018

Nagano dirigiert Bruckners Fünfte

Sanfte Prügel

Wenn im letzten Drittel des Finales der Fünften Sinfonie in B-Dur von Anton Bruckner das nach oben ausbrechende Hauptthema des Kopfsatzes längst sein verfrühtes Wiedersehen mit den Themen der Doppelfuge und den beiden anderen Finalthemen gefeiert hat, stürzen all diese Elemente turbulent, aber gleichwohl hochgeordnet, durcheinander. Auf einen herrlichen Kontrapunkt-Tutti-Ausbruch folgt der nächste, bis die Sinfonie mit voll aufgedrehtem Motor über die Ziellinie schießt, mit einem laut schallenden Schlussgruß, der so viel besagt wie: Danke, war schön, bis zum nächsten Mal! Hier war das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter seinem Chefdirigenten Kent Nagano voll in seinem Element. So feinfühlig wie möglich hob man die kurzen Einschübe der Ruhe von den thematisch grandios lärmenden in Tempo und Gestus voneinander ab. So wach und präzise, als würde Bruckner selbst an den Reglern für die Lautststärke und das Orchestertutti drehen. Sogar die durchlaufende rhythmische Schlussfigur in der Basstuba ganz am Ende ließ sich im vom Blech gekrönten Gewühl klar ausmachen.

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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Bruckner: Sinfonie Nr. 5: Nagano

Ort: Elbphilharmonie,

Werke von: Anton Bruckner

Mitwirkende: Kent Nagano (Dirigent), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg (Orchester)

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