> > > > > 10.02.2018
Donnerstag, 22. Februar 2018

Tschaikowskys 'Jolanthe' in der Elbphilharmonie

Grandiose Aufführung

Liebe macht angeblich blind. In Tschaikowskys letzter Oper 'Jolanthe' allerdings passiert genau das Gegenteil: Jolanthe wird von ihrem liebevollen Vater in einem Blumenreich von der Welt abgeschirmt. Bei Todesstrafe darf ihr niemand ihre Blindheit bewusst machen. Der König steht dem Angebot eines Arztes, Jolanthe unter der Bedingung heilen zu können, wenn sie es selbst wolle, skeptisch gegenüber. Es kommt, wie es kommen muss: Ein junge Ritter mit Namen Vaudémont verirrt sich im Garten und verliebt sich in sie. Er erkennt ihre Blindheit, da Jolanthe ihm stets eine weiße statt der erbetenen roten Rose überreicht. Ihm droht die Todesstrafe. Jolanthe rettet mit ihrer Zustimmung zur Operation den Geliebten. Jolanthe wird sehend, weil sie liebt. Hinter dieser romantischen Geschichte versteckt Tschaikowsky seine Vorstellung einer liberalen, gewaltlosen Gesellschaft ohne Ausgrenzung. Aber auch das, was die taub-blinde Schriftstellerin Helen Keller auf die Frage nach ihrem Schicksal antwortete: ‚Die einzige ganz lichtlose Nacht ist die Nacht der Unwissenheit und der Gefühllosigkeit.‘ Und das ist ja derzeit aktueller denn je.

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Kritik von Michael Pitz-Grewenig

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Jolanthe: Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg

Ort: Elbphilharmonie,

Werke von: Peter Tschaikowsky

Mitwirkende: Valery Gergiev (Dirigent), Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg (Orchester), Alexey Markov (Solist Gesang)

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