> > > > > 12.11.2017
Samstag, 25. November 2017

Schreckensfeier in der Hamburger Elbphilharmonie

Paavo Järvi dirigiert Schostakowitsch

Wenn am Schluss der Siebten Sinfonie von Dmitrij Schostakowitsch, der sogenannten ‚Leningrader‘, das Publikum in tobenden Jubel ausbricht, klingt das stets so, als würde einer geglückten Hinrichtung applaudiert. Gerade erst gellten die Holzbläser ‚Terror, Terror!!!‘ und das Schlagwerk prügelte die Unschuld endgültig zu Tode, da wird schon so gefeiert, als hätte der HSV den FC Bayern besiegt. Vielleicht gelang dem Publikum, das den ganzen Abend lang vor Begeisterung ein ums andere Mal in die leisesten Stellen hineinhustete, aber auch eine Leistung, für die nach einer Schostakowitsch-Sinfonie der Rezensent mindestens eine halbe Minute braucht: Das Abstrahieren zwischen musikalischem Gehalt und interpretatorischer Bewältigung. In dieser Hinsicht hatte das NDR Elbphilharmonie Orchester (ohne Bindestrich) unter Paavo Järvi in seinem neuen Wohnzimmer tatsächlich gerade eines der besten Konzerte bislang gegeben.

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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NDR Elbphilharmonie Orchester: Paavo Järvi

Ort: Elbphilharmonie,

Werke von: Ludwig van Beethoven, Dimitri Schostakowitsch

Mitwirkende: Paavo Järvi (Dirigent), NDR Elbphilharmonie Orchester (Orchester), Frank Peter Zimmermann (Solist Instr.)

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