> > > > > 23.05.2017
Montag, 25. März 2019

'Andrea Chénier' in Bilbao

Revolutionsdrama in historischer Kulisser

Die Welt des Ancien Régime ist schon zu Beginn des ersten Akts aus den Fugen geraten: Der elegante Salon der Gräfin (Bühnenbild: Boris Dujin) zeigt sich von Rissen durchzogen, auch wenn man zunächst noch die höfische Atmosphäre zu bewahren vermag. Alfonso Romeros Regiekonzept folgt den ganzen Abend konsequent der dramaturgisch logischen Idee der zerfallenden Räumlichkeiten, sodass das zerstörte Schloss im vierten Akt zum Kerker wird. Psychologische Personenführung scheint nicht so sehr die Stärke Romeros zu sein; die Umsetzung des Liebesdramas lebt von der Bühnenpräsenz der Protagonisten und dem historischen Ambiente, das gerade bei Umberto Giordanos 1896 uraufgeführter Oper unerlässlich ist.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Andrea Chénier: Oper in vier Akten von Umberto Giordano

Ort: Taquillas Palacio Euskalduna,

Werke von: Umberto Giordano

Mitwirkende: Stefano Ranzani (Dirigent), Ambrogio Maestri (Solist Gesang), Gregory Kunde (Solist Gesang)

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