> > > > > 30.04.2017
Donnerstag, 23. November 2017

Sehenswert: Operntrilogie von Krenek in Frankfurt

Aufstieg und Fall eines Diktators

Flucht aus der Oper. Das gab es lange nicht. Generell zur Neugier bereit zeigt sich das Frankfurter Publikum offen gegenüber Ungehörtem, umso überraschender die Bewegungen im dritten Einakter der Krenek-Trilogie am Premierenabend in der Oper Frankfurt. Die Musik des Amerikaners mit österreichischer Herkunft wiegt in ihrer romantisch-modernisierten Süße schwer, durchsetzt von brachialer Klanggewalt und schrillen Partien exaltierter Charaktere. Auf diese Direktheit in der Musik hat es Krenek abgesehen, um gnadenlos scharf zu zeichnen, wie es um das Innere der Handelnden gestellt ist. Lothar Zagrosek am Pult des Frankfurter Museumsorchesters fordert kompromisslos diese Aussagekraft. Die Musiker im Frankfurter Opern- und Museumsorchester agieren brillant. Die Sänger treibt es über unwegsames Gelände in Gefilde abseits des schönen Gesangs. So überzeugt Satire auf der Opernbühne, witzig, karikierend, vieldeutig, provokant, extrem.

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Kritik von Christiane Franke

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Drei Opern : Ernst Krenek

Ort: Städtische Bühnen,

Werke von: Ernst Krenek

Mitwirkende: Lothar Zagrosek (Dirigent), David Hermann (Inszenierung), Frankfurter Opern- und Museumsorchester (Orchester), Barbara Zechmeister (Solist Gesang), Simon Bailey (Solist Gesang), Juanita Lascarros (Solist Gesang)

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