> > > > > 29.04.2017
Dienstag, 19. September 2017

Packende 'Genoveva' in Mannheim

Psychodramatisch durchdacht

Schumann war von der Oper besessen, auch wenn er im Ergebnis nur ein Werk in diesem Genre schuf. Kaum ein Libretto noch so namhafter Berühmtheiten oder historische Stoffvorlagen schienen ihm geeignet. Nur 'Genoveva' fesselte ihn. Die Legende um jene Frau, die vom zurückgewiesenen Verehrer diffamiert und vom vermeintlich betrogenen Ehemann zum Tode verurteilt wird, goss 1843 Christian Friedrich Hebbel in eine fünfaktige Tragödie. Der Name des Dramatikers sagte Schumann um 1847, als er den Entschluss zur Oper fasste, nichts. Also beauftragte er den Maler und Literaten Robert Reinick, aus dem Drama ein Libretto zu formen, und mischte mit. Statt sich jedoch an die Vorlage zu halten, übernahm Schumann ganze Passagen aus Ludwig Tiecks bereits um 1800 verfasstem Trauerspiel "Leben und Tod der heiligen Genoveva". So verschmolz er gewissermaßen zwei literarisch bedeutsame Vorlagen zu einer Literaturoper. Nebenbei sei erwähnt, dass Hebbel nach der Uraufführung von Schumanns 'Genoveva' sein Jugendwerk durch ein Nachspiel ergänzte, das die Tragödie in einen guten Ausgang münden ließ. Aber es gelang ihm nur halbherzig.

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Kritik von Christiane Franke

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Genoveva: Oper von Robert Schumann

Ort: Nationaltheater,

Werke von: Robert Schumann

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