> > > > > 15.07.2015
Donnerstag, 19. September 2019

'Falstaff' an der Royal Opera Covent Garden London

In mondänem Ambiente

Es lebt sich gut im Windsor der 1950er Jahre. Da muss selbst der heruntergekommene Ritter Falstaff nicht in einer schäbigen Absteige hausen. Er residiert stattdessen im durchaus noblen Ambiente eines Jockeyclubs. Und auch die - offenbar neureiche - Familie Ford weiß, wie man standesgemäß wohnt. Die knallbunte, protzige Einbauküche scheint wie die geblümten Vorhänge ganz dem neuesten Modetrend zu entsprechen. Nach Falstaffs unfreiwilligem Bad in der Themse nimmt das Bühnenbild Paul Steinbergs eine Wendung zum Abstrakten. In der Ecke eines mit Holz getäfelten Raums findet sich ein riesiger Heuhaufen, auf dem Falstaff über die Schlechtigkeit der Welt sinniert. Der Raum bleibt auch im letzten Akt der gleiche; auf einen Wald muss man also verzichten. Robert Carsen nutzt diesen Rahmen von Beginn an für eine stimmige und detailreiche Erzählung der Geschichte, der die zeitliche Übertragung nicht weiter schadet, obwohl man nach und nach den Eindruck gewinnt, dass das Regiekonzept vor allem eines ist: ausgeklügelt und voll von berechnenden Späßen.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Falstaff: Lyrische Komödie in drei Akten

Ort: Royal Opera Covent Garden,

Werke von: Giuseppe Verdi

Mitwirkende: Michael Schonwandt (Dirigent), Robert Carsen (Inszenierung), Orchestra of the Covent Garden Opera (Orchester), Agnes Zwierko (Solist Gesang), Roland Wood (Solist Gesang), Ambrogio Maestri (Solist Gesang)

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