> > > > > 15.11.2015
Sonntag, 20. Oktober 2019

Mozart an der Hamburgischen Staatsoper

Ambivalenzen im 'Figaro'

'Le nozze di Figaro' gehört zu den meistgespielten musikdramatischen Werken. Das stellt an den Regisseur einige Ansprüche. Stefan Herheim is der Tat ein grandioser Regisseur. Gemeinsam schuf er mit seinem Team an der Hamburger Staatsoper einen gleichsam von der Motivökonomie der Partitur begrenzten Bühnenraum (Christof Hetzer), der insgesamt von Kopien der Partitur drapiert waren. Auch die Kostüme von Gesine Völm waren komplett mit Partiturfragmenten bedruckt. Das Spiel mit den Noten fing schon während der Ouvertüre an. Per Video (fettFilm) erscheint die Partitur in der Handschrift Mozarts. Wir folgen gespannt dem Verlauf der Musik und erfreuen uns an der schönen Handschrift Mozarts. Bis irgendwann aus den Noten kleine Strichmännchen werden, die Notenfrauchen hinterherjagen, sich relativ obszön verhalten, und auf einmal ist da auch ein Schwarm von ‚Notenspermien‘ da. Eh man sichs versieht, ist man im Bühnengeschehen, mitten in Figaros Schlafzimmer, das aus nichts anderem besteht als lauter Mozart’schen Notenblättern und dem zukünftigen großen Ehebett. Das hatte etwas von der altehrwürdigen Technik der ‚Laterna magica‘, funktioniert aber immer noch gut. Es gibt keine politischen Überfrachtungen. Und diese Oper erscheint als das, was sie eigentlich ist: klassisches Typentheater mitsamt seinen Figuren. Da ist ein omnipotenter Fürst, ein naiver Liebhaber, ein listiger Diener, arglose und nicht so arglose Damen usw.

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Kritik von Michael Pitz-Grewenig

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Le nozze di Figaro: Opera buffa in vier Akten

Ort: Hamburgische Staatsoper,

Werke von: Wolfgang Amadeus Mozart

Mitwirkende: Chor der Hamburgischen Staatsoper (Chor), Ottavio Dantone (Dirigent), Stefan Herheim (Inszenierung), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg (Orchester)

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