> > > > > 12.02.2015
Mittwoch, 23. September 2020

Eschenbach dirigiert das NDR Sinfonieorchester

Moderne Romantik

Spektralismus, Moderne und Spätromantik: In einer historischen Rückwärtsbewegung erklangen in der Hamburger Laeiszhalle unter Christoph Eschenbach mit dem NDR Sinfonieorchester drei höchst unterschiedliche Werke, die gleichwohl einander beeinflussten. Die vier den Beginn von Marc-André Dalbavies 'La source d'un regard' (2007) markierenden, "exotischen" Farbakkorde zeigten an, wohin die Reise zunächst ging: kaum thematische Arbeit, sondern Dominanz des Klanges selbst. In bester französischer Tradition, vor allem mit Bezug auf Messiaen, arbeitet Dalbavie mit Obertonstrukturen, die er durch geschickte Instrumentation und Farbmischungen zum Vorschein bringt. Die Wahrnehmung verschiebt sich vom Zerebralen hin zu der rein sinnlichen Auffassung eines ununterbrochenen Gleitklangs vorrangig in den Streichern, den Ereignisse in der Vertikalen begleiten. Eschenbach hob das strukturelle Miteinander von horizontaler und vertikaler Ebene hervor, indem er die Orchestergruppen klar voneinander abgrenzte, sodass die Einzelelemente des Mischklangs stets erkennbar blieben. Der Wirkung tat das keinen Abbruch, jedoch wäre das Ergebnis durch ein noch stärkeres Betonen der Orchesterfarben vielleicht noch immersiver, noch "französischer" ausgefallen. So stand eher das klare Auffächern der Farben im Vordergrund.

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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Christoph Eschenbach, NDR Sinfonieorchester: Tzimon Barto

Ort: Laeiszhalle,

Werke von: Béla Bartók, Peter Tschaikowsky

Mitwirkende: Christoph Eschenbach (Dirigent), NDR Sinfonieorchester (Orchester), Tzimon Barto (Solist Instr.)

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