> > > > > 20.01.2015
Donnerstag, 13. Dezember 2018

'Romeo und Julia auf dem Dorfe' in Bielefeld

Liebesdrama des Orangenfarmers

Es ist ja ein alter Hut: Musisch begabte Kinder werden von ihren Eltern gezwungen, etwas "Ordentliches" zu lernen, etwas, wovon sie später auch leben können. Eine Untersuchung darüber würde sich vermutlich lohnen, wie viele Komponisten zunächst Jura studiert haben, bevor sie sich schließlich doch der Musik widmeten. Einmalig in der Musikgeschichte ist dagegen wohl der Fall, dass ein verhinderter Komponist erst eine Orangenplantage im fernen Amerika in den Sand setzen musste, bevor er sich seiner Berufung zuwenden durfte. So ging es Frederick Delius.

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Kritik von Jan Kampmeier

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Delius: Romeo und Julia auf dem Dorfe: Musikdrama in sechs Szenen nach Gottfried Keller

Ort: Theater,

Werke von: Frederick Delius

Mitwirkende: Bielefelder Philharmoniker (Orchester)

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Bisherige Kommentare:

  1. Mehr als bloße Orangen!
    Was Herr Kampmeier hier zu hören meint, kann ich in keiner Weise teilen. Als eifriger Theaterbesucher durfte ich sowohl die Inszenierungen in Karlsruhe als auch in Frankfurt erleben und muss sagen, dass Bielefeld die Nase weit vorn hat. Die Sänger waren durch die Bank weg ein Erlebnis: Frau Kuffners Sopran strahlte in dramatischen wie auch in den leisen, lyrischen und empfindsamen Passagen. Herr Pataky war ein passender zweiter Part in diesem Gespann mit einer Stimme, die noch mit lyrischem Schmelz, aber auch ins Heldenfach deutender Zukunft aufweist.

    Und auch Frank Dolphin Wong als schwarzer Geiger, die von Herrn Kampmeier erwähnten Bässe in den Väterrollen sowie die aus meiner Sicht hervorragend besetzten kleineren Partien wurden der Musik mehr als gerecht.

    Ebenfalls ist mir unklar, was an dieser Musik Herrn Kampmeier „dröge“ erscheint. Ein breiter, wunderbarer Teppich der Spätromantik, packende Ausbrüche und wirklich Empathie entlockende, sanfte Töne, die so oder so berühren, vom Orchester Bielefeld mit sensitivem Gespür musiziert. Obwohl ich als Opernliebhaber gern Kritik äußere, muss ich sagen, dass Inszenierung, Sänger und Orchester mich mehr als begeisterten – und das ist wirklich eine Ausnahme. Ich kann nur jedem Opernliebhaber empfehlen, sich diese Produktion anzusehen; ein Erlebnis! (Und die Lektüre der Keller’schen Novelle kann auch nicht schaden, um den nicht ganz natürlichen Weg zum Selbstmord dieses Pärchens zu verstehen.) Ein Dank an das Bielefelder Theater für diese Entdeckung.
    WalterStange, 22.01.2015, 16:43 Uhr

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