> > > > > 05.11.2014
Dienstag, 14. Juli 2020

Grigory Sokolov in Stuttgart

Eine Klasse für sich

Dass Klavierabende mit Grigory Sokolov, der innerhalb des Abonennetenzyklus "Meisterpianisten" schon lange regelmäßig in der Stuttgarter Liederhalle gastiert, etwas Besonderes sind, hat sich inzwischen herumgesprochen; entsprechend gut gefüllt waren die Ränge im Beethovensaal bei seinem Recital. Gerne stellt er an den Anfang seines Programms Bach, so auch an diesem Abend mit der ersten Partita B-Dur BWV 825. Schon darin ist von den ersten Takten an zu hören, was Sokolov auszeichnet: exakt umrissene polyphone Konturen, lupenreine Klarheit des Anschlags, ein schier grenzenlos variabler Ton und eine ungemein plastische Ornamentik. Im Vergleich zu anderen Spezialisten wie András Schiff oder Evgeny Koroliov, deren Bach-Spiel eher in sich und den geometrischen Formen ruht, ist dasjenige Sokolovs impulsiver und agogisch facettenreicher. Lediglich in der abschließenden Gigue dosiert er die in der rechten Hand übergreifende Oberstimme etwas zu kraftvoll; hier kommt der sprudelnde metrische Fluss z.B. bei Piotr Anderszewski etwas homogener zur Geltung.

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Kritik von Thomas Gehrig

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Grigory Sokolov: Reihe "Meisterpianisten"

Ort: Liederhalle,

Werke von: Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Franz Schubert

Mitwirkende: Grigorij Sokolov (Solist Instr.)

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Bisherige Kommentare:

  1. Grigory Sokolov - Eine Klasse für sich
    Die Kritik von Herrn Gehrig ist fast noch zu wenig enthusiastisch. So, wie Sokolov am Mittwoch spielte, wird man ihn vielleicht nie wieder hören, es nahm einem schier den Atem. Bestes Zeichen dafür war die absolute Stille im Saal. Danke an den großen Musiker.
    Nutzer_YEBDDEO, 08.11.2014, 08:15 Uhr

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