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Sonntag, 17. November 2019

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Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, Copyright: Paul Ott

Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, © Paul Ott

Tschaikowskys 'Zauberin' im Theater an der Wien

Weitgehend unbewältigt

Ein aus hellem Holz gefertigter Raum als Einheitsbühnenbild, in dem die einzelnen Szenen auch dann mit Hilfe von Tischen, Sesseln oder Betten angedeutet werden, wenn der Originalschauplatz etwa ein Wald wäre. Christof Loy kennt bekanntlich keine Hemmschwelle, wenn es um eine Modernisierung von Stücken geht. Zugegeben, Tschaikowskys1887 im kaiserlichen Mariinski-Theater in St. Petersburg uraufgeführte 'Zauberin', die auf dem damals so populären Drama Ippolit Spazhinskys beruht, lässt sich schon aufgrund der vertrackten Handlung auch deutlich schwieriger inszenieren als etwa 'Eugen Onegin' oder 'Pique Dame': Die von allen Kuma genannte Nastasja führt ein Gasthaus am Fluss, in der eine sehr tolerante Atmosphäre herrscht. Kuma wird viel umworben, schenkt aber keinem ihre Gunst. Als eines Tages Prinz Juri in ihrer Schenke vorbeizieht, verliebt sie sich in ihn, wagt aber nicht, sich ihm zu nähern. Dem regierenden Fürsten Kurtjatew, dem Vater des Prinzen, ist die Schenke ein Dorn im Auge. Aber auch er widersteht nicht Kumas Charme, und so verbringt er plötzlich selbst viel Zeit an diesem Ort. Der Intrigant Mamyrow erzählt davon der Fürstin und weckt damit ihre Eifersucht. Als Juri vom Verhalten seines Vaters hört, beschließt er, die Frau, die seinen Vater offenbar verhext hat, sodass er Gemahlin und Regierung vernachlässigt, umzubringen. Der Fürst erklärt indessen Kuma seine Liebe, wird jedoch abgewiesen. Als Juri zu ihr kommt, um sie zu ermorden, kann sie ihn von ihrer Unschuld überzeugen und so verliebt sich auch er in sie. Kurz bevor die beiden zusammen fliehen wollen, vergiftet die Fürstin Kuma, die in Juris Armen stirbt. Auf der Suche nach Kuma tötet der Fürst aus Eifersucht seinen Sohn und verfällt dem Wahnsinn.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Tschaikowsky: Charodeyka (Die Zauberin): Theater an der Wien

Ort: Theater an der Wien,

Werke von: Peter Tschaikowsky

Mitwirkende: Christian Schmidt (Ausstattung), Arnold Schönberg Chor (Chor), Erwin Ortner (Chorleitung), Christoph Loy (Inszenierung), ORF Radio-Symphonieorchester Wien (Orchester), Agnes Zwierko (Solist Gesang), Hanna Schwarz (Solist Gesang)

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