> > > > > 09.03.2014
Freitag, 19. August 2022

Der 'Firebrand of Florence' in Dessau

Kurt Weill der Operettenkomponist?

Jetzt mal im Ernst: Kurt Weill ein Operettenkomponist? Das ist zugegebenermaßen nicht das erste, was einem zu "Kurt" einfällt, oder? Obwohl Karl Westermeyer in seinem Buch "Die Operette im Wandel des Zeitgeistes" bereits 1930 die 'Dreigroschenoper' (1928) als "unwiderstehlichen" Erneuerungsversuch des Genres Operette bezeichnet hat und ihr eine "Regeneration des Stils" vorhersagte. Eine Regeneration, die allerdings am Widerstand des "vorwiegend aus der älteren Generation sich noch zusammensetzenden Operettenpublikums" scheitern könnte, wie Westermeyer fürchtete. (Er sollte so recht haben.) Weill schrieb später zwei explizit als Operetten gekennzeichnete Werke, den 'Kuhhandel' 1935 in Paris, dann den 'Firebrand of Florence' 1945 in seiner neuen amerikanischen Heimat. Diese US-Operette, entstanden in Zusammenabreit mit Librettist Ira Gershwin, ist ein Stück über den Renaissance-Künstler Benvenuto Cellini und dessen Amouren in Florenz. Weswegen das Stück in den Voraufführungen auch noch als 'Much Ado About Love' angekündigt worden war. Die Broadwayproduktion unter dem 'Firebrand'-Titel floppte dann aber im Frühling 1945 und wurde nach nur 43 Aufführungen abgesetzt. Kein Cast Album wurde aufgenommen, das Werk vergessen. Bis im Januar 2000 in der Londoner Barbican Hall ein Live-Mitschnitt der europäischen Erstaufführung entstand, der in der Kurt-Weill-Serie des Labels Capriccio erschien. Diese Konzertfassung bot einige prominente Namen: den sexy Bariton Rodney Gilfry als Frauenheld Cellini, Felicity Palmer als lüsterne Herzogin von Florenz sowie Sir Andrew Davis am Pult des BBC Symphony Orchestra.

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Kritik von Dr. Kevin Clarke

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Weill: Firebrand of Florence: Kurt-Weill-Fest Dessau

Ort: Anhaltisches Theater,

Werke von: Kurt Weill

Mitwirkende: Chor der Staatsoperette Dresden (Chor), Andreas Schüller (Dirigent), Orchester der Staatsoperette Dresden (Orchester)

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