> > > > > 01.04.2013
Dienstag, 25. Februar 2020

In Berlin wird 'Votre Faust' wieder ausgegraben

Die erste "variable Oper" der Welt ? nochmal neu?

"Nichts ist so altmodisch und überholt wie das angeblich Hypermoderne von (Vor-)Gestern", sagte ein befreundeter Musikwissenschaftler und Opernforscher kürzlich zu mir. Ein Satz, der mir mehrmals durch den Kopf ging, als ich am Wochenende die erste "variable Oper" der Welt sah: 'Votre Faust' von Henri Pousseur (Musik) und Michel Butor (Text). Ein Werk, bei dem das Publikum mitentscheiden kann, wie es von Szene zu Szene weitergehen soll, ein Werk, das 1969 an der Piccola Scala in Mailand uraufgeführt wurde. Es endete damals in einem Desaster, weil sich das schicke Mailänder Publikum überhaupt nicht dafür interessierte, welches Ende diese belgisch-französische Variation der Faust-Legende in damals zeitgenössischem Gewand nahm. 1981/82 wurde das Stück nochmals ausgebuddelt als angeblicher Klassiker der seriellen Post-Moderne und verschwand genauso sang- und klanglos wieder. Bis sich jetzt die Berliner Produktionsfirma work in progress mit dem Theater Basel zusammentat, um dem Werk abermals neues Leben einzuhauchen – in einer höchst amüsanten Inszenierung im Radialsystem am Berliner Ostbahnhof, die in der ganzen Stadt mit tollen Plakaten beworben wurde. Die Folge: Der Saal war voll!

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Kritik von Dr. Kevin Clarke

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Votre Faust: Henri Pousseur

Ort: Radialsystem V - Halle,

Werke von: Henri Pousseur

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