> > > > > 21.10.2012
Mittwoch, 16. Oktober 2019

Schostakowitschs 'Lady Macbeth' in Hannover

Musikalisch ein echter Kracher

Die ersten vier von neun Bildern sind in der Enge des Kaufmannshauses angesiedelt: Ein großer, drehbarer Würfel, von jeder Seite blickt man in ein kleines Zimmer. In dieser räumlich eng begrenzten Umgebung spielt sich Katerinas Leben ab. Man begreift leicht, dass sie sich langweilt. Nach der Begegnung mit Sergej wird der Würfel weit in den Hintergrund der Bühne geschoben, Katerina agiert nun davor, hat also größere Freiheit. Die Handlung wird drastisch dargestellt: Mord, Vergewaltigung und Ehebruch, dazu die auch nach Jahrzehnten offenbar noch immer anzügliche Nacktheit auf offener Bühne - man kann das vulgär finden, und mit einigen Buh-Rufen wird die Inszenierung auch tatsächlich quittiert. Doch es ist nicht die Regie, sondern das Libretto selbst, das drastisch und derb formuliert ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. Schostakowitschs Musik steht da keineswegs zurück, und eine gezähmte Inszenierung ginge am Kern der Sache vorbei. Im Übrigen störte sich schon 1936 Stalin an den vulgären Szenen, so dass die Oper jahrzehntelang nicht aufgeführt werden konnte und erst in den 1960er Jahren in einer gezügelten Neufassung herauskam.

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Kritik von Jan Kampmeier

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Lady Macbeth von Mzensk: Oper in vier Akten

Ort: Staatsoper,

Werke von: Dimitri Schostakowitsch

Mitwirkende: Kelly God (Solist Gesang)

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