> > > > > 12.01.2012
Dienstag, 19. Juni 2018

Ein Abend voll Stille

Stehender Sturmlauf

Die Münchner Philharmoniker haben jenseits wohlfeiler Gedenktage-Dramaturgie Robert Schumann einen kompletten Konzertabend gewidmet. Man wagte es, die Hörer ernst zu nehmen und während eineinhalb Stunden mit teilweise randständigen, sperrigen Stücken zu konfrontieren. Immerhin – die zweite Hälfte des Abends bot ein kanonisches Werk: die Vierte Sinfonie d-Moll op. 120 (revidierte Fassung, 1851/1853). Zuvor jedoch wurde nicht das heftig umschwärmte Klavierkonzert aufgeführt, sondern drei Kompositionen, die der Publikumsmehrheit nie zu Gehör gekommen sein dürften: 'Introduktion und Allegro appassionato' für Klavier und Orchester G-Dur op. 92, Thema mit Variationen für Klavier solo Es-Dur WoO 24 ("Geistervariationen"), schließlich 'Konzert-Allegro mit Introduktion' für Klavier und Orchester d-Moll op. 134. Es handelt sich sämtlich um Spätwerke. Sie dokumentieren die letzte Schaffensphase Schumanns und in Teilen dessen geistigen und seelischen Verfall. Bei den "Geistervariationen" handelt es sich um die letzte Komposition Schumanns. Die Reinschrift erfolgte am Tag seines Selbstmordversuchs, dem 27. Februar 1854.

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Kritik von Dr. Daniel Krause

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Grenzgänge mit Schumann: Münchner Philharmoniker, 4. Abonnementkonzert b

Ort: Gasteig,

Werke von: Robert Schumann

Mitwirkende: Christoph Eschenbach (Dirigent), Münchner Philharmoniker (Orchester), Tzimon Barto (Solist Instr.)

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