> > > > > 08.06.2012
Dienstag, 23. Juli 2019

Mit Schalk und Fingerspitzengefühl inszeniert

Von himmlischen Freuden

Orchester, Sänger und Statisten mafios mit schwarzen Hüten und pantomimisch weißen Handschuhen um die schräge Weltenbühne drapiert präsentiert sich Achim Freyers Inszenierung von Cavalieris melodramma spirituale 'Rappresentatione di Anima et di Corpo' (1600) als surreales Spiel. Freyer nimmt dem Oratorium, das inzwischen als erstes gedrucktes Werk der Operngeschichte gewertet wird, die religiöse Verbissenheit. Der dreiaktige Diskurs zwischen Körper und Seele, dem guten Rat und der Welt, Himmel und Hölle beginnt jeweils wie ein Kabarett. Dreimal rufen zwei charmant moderierende Sängerknaben (Thomas Wutz, Raphael Zinser): "Das Spiel beginnt!", und das weitet sich durch barocke Requisitenfülle und Lichteffekte, zwischen realer Nüchternheit und nächtlicher Illusionswelten chargierend, zur Weltbühne quer durch die Kulturgeschichte. Zwischen chinesischem Lampion und glitzernder Diskokugel, Plastikbusen und Leichenteilen entfaltet sich der religiöse Moralstreit in parodistisch traumatischer Zeitlupe.

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Kritik von Michaela Schabel

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Cavalieri: Rappresentatione di Anima et di Corpo: Staatsoper Unter den Linden

Ort: Deutsche Staatsoper,

Mitwirkende: René Jacobs (Dirigent), Akademie für Alte Musik Berlin (Orchester), Johannes Weisser (Solist Gesang), Marie-Claude Chappuis (Solist Gesang)

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