> > > > > 04.06.2011
Sonntag, 20. Oktober 2019

Richard Wagner

Kirill Petrenko übt für München

Strangers in the night

'Tristan'-Premiere im Opernhaus Lyon. Gewitterwolken türmen sich auf über der Stadt, im Foyer erwartungsvoller Andrang; die internationale Presse ist reichlich vertreten. Vielleicht trägt all das zur Intensivierung des Premierenfiebers bei, denn die Aufführung startet etwas verhalten. Der erste Ton aus dem Orchestergraben klingt leicht verwackelt, danach eine endlos lange Pause, dann klangliche Farbtupfer. Kirill Petrenko scheint sich für einen kammermusikalisch schlanken Klang entschieden zu haben. Er ist ein exzellenter Handwerker, fordert vom Orchester Präzision sowie Präsenz, vergisst so vielleicht manchmal das zauberische Element der Partitur. Die geheimnisvolle Anziehung zwischen Tristan und Isolde wird anfänglich ja nur von der Musik erzählt. Petrenkos zumeist breite Tempi machen es den Sängern nicht immer leicht, Spannung aufzubauen, und gerade das ist eminent wichtig im ersten Akt. Das Orchester sollte hier zum dominanten Motor werden. Dem zweiten Akt fehlt immer noch das dynamische Schwelgen aus dem Graben. Während des Duetts 'So stürben wir, um ungetrennt' nimmt Petrenko das Orchester zurück, anstatt eine aufwärtsstrebende Klangdynamik aufzubauen, die die Sänger trägt. Es wurde gemunkelt, dass Petrenko mit einer kleineren Orchesterbesetzung gearbeitet habe, angeblich sei der Graben der Oper Lyon für ein großes Orchester etwas zu eng.

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Kritik von Midou Grossmann



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Wagner: Tristan und Idsolde: Opéra de Lyon

Ort: Opéra national,

Werke von: Richard Wagner

Mitwirkende: Kirill Petrenko (Dirigent), Orchestre National de Lyon (Orchester), Christoph Fischesser (Solist Gesang), Stella Grigorian (Solist Gesang), Ann Petersen (Solist Gesang), Clifton Forbis (Solist Gesang)

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