> > > > > 27.03.2011
Samstag, 7. Dezember 2019

Bellinis 'I Capuleti' in München

Noble Ennui

Erstmals seit der Münchner Erstaufführung im Jahre 1834 ist an der Bayerischen Staatsoper wieder Vincenzo Bellinis Oper 'I Capuleti e i Montecchi' zu sehen. Am 27. März war Premiere. Sie stand unter keinem glücklichen Stern: Vesselina Kasarova konnte nämlich die Partie des Romeo nicht singen, da sie wegen einer Lungenentzündung kurzfristig absagen musste. Die junge irische Sängerin Tara Erraught, seit 2008 Mitglied im Münchner Opernstudio und seit dieser Saison fest zum Ensemble des Hauses gehörend, sprang für sie ein, lernte in nur wenigen Tagen die umfangreiche Partie – und wurde von einem dankbaren Publikum am Ende des Abends euphorisch gefeiert. Tara Erraughts Mezzosopran ist von sehr hellem Klang, schlank, aber durchaus tragfähig. Sie fand nach anfänglicher Nervosität rasch in ihre Rolle, die sie souverän ausfüllte, wobei die tieferen Passagen der Partie ihrer zarten Stimme deutlich weniger gut lagen als die mittleren und hohen. Anrührend glückten ihr vor allem die innigen, verhaltenen Momente des Abends wie etwa die herrlich von der Klarinette eingeleitete Arie in der dritten Szene 'Ascolta. Se Romeo t’uccise un figlio'. Weniger glaubhaft war dann die kurz darauf folgende Kriegserklärung an Tebaldo und seine Mannen, 'Ostinai, e tal sará'. Nein, dass ein so zartes, geradezu kindlich anmutendes Geschöpf je ein "Racheschwert" schwingen könnte, um "wie ein tödlicher Blitz Unzählige in den Tod zu reißen", schien doch eher unwahrscheinlich.

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Kritik von Christian Gohlke



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Bellini: I Capuleti e i Montecchi: Bayerische Staatsoper, München

Ort: Bayerische Staatsoper,

Werke von: Vincenzo Bellini

Mitwirkende: Yves Abel (Dirigent), Vincent Boussard (Regie), Steven Humes (Solist Gesang), Dimitri Pittas (Solist Gesang)

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