> > > > > 24.04.2011
Samstag, 2. Juli 2022

Wagners 'Parsifal' in München

Erlösung dem Erlöser

Es ist ein düsterer, durch und durch pessimistischer 'Parsifal' ohne jeden Hoffnungsschimmer, den Peter Konwitschny 1995 an der Bayerischen Staatsoper inszeniert hat. Von dem "Wald" im "Gebiete des Grales", den Wagner in seiner Regieanweisung als "schattig und ernst, doch nicht düster" beschreibt, ist einzig ein toter Baum übrig, der, schräg auf offener Bühne liegend, seine weißen, längst entlaubten Äste gen Himmel streckt. (Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker.) Aussicht auf einen "Waldsee" sowie auf den Weg zur "Gralsburg" ("links aufsteigend") gibt es keine. Graue Wände umschließen die Bühne, die von keinem "Tagesanbruch" freundlich und hoffnungsvoll erhellt wird.

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Kritik von Christian Gohlke



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Wagner: Parsifal: Bayerische Staatsoper München

Ort: Bayerische Staatsoper,

Werke von: Richard Wagner

Mitwirkende: Johannes Leiacker (Bühnenbild), Kent Nagano (Dirigent), Bayerisches Staatsorchester (Orchester), Kwangchul Youn (Solist Gesang), Michael Volle (Solist Gesang), Angela Denoke (Solist Gesang)

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