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Dienstag, 4. Oktober 2022

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Komische Oper Berlin, Copyright: Beek100

Komische Oper Berlin, © Beek100

Offenbachs 'La Périchole' an der Komischen Oper

Die dekonstruierte Operette als Public Viewing

Finden Sie nicht auch, dass die Geschichte ganz wunderbar das absurde Theater spiegelt, um das es bei Offenbach und dem Genre Operette im Kern geht? Aber der Reihe nach: Vor gut einem Jahr verkündete der Intendant der Komischen Oper, Andreas Homoki, wie wunderbar die Abstimmung mit den anderen Berliner Bühnen funktioniere und dass es gegenwärtig zu keinen Dubletten oder Tripletten mehr in der hauptstädtischen Opernszene käme – Standardwerke wären für acht Spielzeiten gesperrt, Raritäten für vier. Danach gab er fast noch im gleichen Atemzug bekannt, dass die letzte Premiere der Saison 2009/10 Offenbachs 'Périchole' sein werde – just jenes Werk, das in der Spielzeit davor am Berliner Ensemble neu herausgekommen war. Pikanterweise mit dem Operetten- und Musicalhausstar der Komischen Oper: Dagmar Manzel. Auf Nachfrage sagte Homoki zu diesem Sachverhalt, er könne sich ja schließlich nicht auch noch um die Sprechtheaterlandschaft Berlins kümmern und diese in seiner Spielplangestaltung berücksichtigen. Lustigerweise vertraute er die neue 'Périchole' am eigenen Haus – ohne Manzel – dann ausgerechnet dem bekannten Schauspielregisseur Nicolas Stemann an, der nun mit der Produktion sein Musiktheater-Debüt gab. Und gleich noch als Gast vom Deutschen Theater den Schauspieler Andreas Döhler als ‚Alten Gefangenen’ mitbrachte... Verdrehte Welt? Unbedingt. Und zweifellos Offenbach-tauglich. Denn dieses Vorspiel war erst der Anfang der ganz großen Groteske, die dann am Sonntagabend in der Behrenstraße über die Bühne ging, live übertragen vom TV-Sender 3sat und als Public Viewing im Sony Center am Potsdamer Platz bei strahlendem Sommerwetter zu erleben. (Hut ab vor der PR-Abteilung des Hauses, kann man da nur bewundernd sagen.)

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Kritik von Dr. Kevin Clarke

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Offenbach: 'La Périchole': Komische Oper Berlin

Ort: Komische Oper,

Werke von: Jacques Offenbach

Mitwirkende: Markus Poschner (Dirigent), Orchester der Komischen Oper Berlin (Orchester), Günter Papendell (Solist Gesang), Dagmar Manzel (Solist Gesang), Karolina Gumos (Solist Gesang), Peter Renz (Solist Gesang), Johannes Chum (Solist Gesang), Mirka Wagner (Solist Gesang)

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