> > > > > 21.04.2010
Samstag, 29. Januar 2022

Ravel und Chausson im Wiener Konzerthaus

Ungleiche Zeitgenossen

Die Reaktionen auf Maurice Ravels am 19. Mai 1911 in Paris uraufgeführter 'L’Heure espagnole' waren nicht gerade ermutigend. Das Publikum zeigte sich wenig angetan und die Kritik sprach gar von „musikalischer Pornographie“. Ravels Komponistenkollege Édouard Lalo ging noch einen Schritt weiter indem er erklärte, dass die „mechanische Kälte“ kennzeichnend für alle Werke Ravels sei. Dass dem Publikum, das an diesem 19. Mai übrigens auch Jules Massenets schwülstiges Revolutionsdrama 'Therese' sah, Franc Nohains Libretto als schlüpfrig empfand, ist gar nicht so abwegig, denn im Haus des spanischen Uhrmachermeisters Torquemada gibt es in der besagten Stunde seiner Abwesenheit tatsächlich eine Menge amouröse Verwicklungen und schließlich eine ganz auf ihre Kosten gekommene untreue Gattin namens Conception. Bis sie zu ihrem Spaß kommt, muss sie allerdings erst verstehen, dass man diesen nicht mit ihrem eigentlichen Verehrer Gonzalve, sondern mit dem kräftigen Maultiertreiber Ramiro haben kann, der seine Taschenuhr zur Reparatur vorbeibringt und so nebenbei mit Leichtigkeit die großen Kastenuhren in das obere Stockwerk transportiert, wo sich rein zufällig auch das Schlafzimmer befindet. Musikalisch zeigt sich auch in diesem Werk Ravels Affinität für spanisches Kolorit, wenn auch weniger reißerisch als im 'Bolero' oder der 'Rhapsodie espagnole'.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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