> > > > > 03.03.2010
Sonntag, 21. Juli 2019

Mariologisches mit den Berliner Barock Solisten

O dulcis virgo Maria

Im Wechsel mit zwei weltlichen Konzerten, dem 'Concerto a quattro' f-Moll von Francesco Durante und dem bemerkenswerten 'La follia' in g-Moll von Domenico Gallo, gaben die Berliner Barock Solisten unter der Leitung von Bernhard Forck zwei Kompositionen zum Lob der Jungfrau Maria aus dem Jahr 1736: Das 'Salve regina' A-Dur von Johann Adolph Hasse und das berühmte 'Stabat mater' von Giovanni Battista Pergolesi. Während Durantes Concerto die Möglichkeit gab, die Gesprächigkeit in einem gleichberechtigten Ensemble zu entfalten, und die Barock Solisten dies mit einem sehr schlanken, fast dünnen Klang ausloteten, arbeitete Gallos Werk mehr und mehr die Instrumentalsolisten heraus. 'Follia' bezeichnet hier mehr als den wörtlich übersetzten Wahnsinn, es bezeichnet auch ein variierendes Kompositionsmodell über einer wiederkehrenden, einprägsamen Bassformel: beides verbindet Gallo, dessen später Nachruhm nicht unwesentlich auf einer Verwechslung mit Pergolesi und der Bearbeitung unter dessen Namen in Strawinskys 'Pulcinella' beruht. Die Variationen der 'Follia' türmten sich auf, wie es dem Wahnsinn gebührt, der, mit Kurt Schwitters zu reden, heranschwillt und sich über die Himmel brüstet, sie forderten immer mehr, und trieben gegen Ende etwa das solistisch agierendes Cello an seine Grenzen. Das Werk geriet rhythmisch pointiert und scharf, aber konnte sich nicht über die beiden geistlichen Werke brüsten. Das lag vor allem an den hochkarätigen Solistinnen Bernarda Fink (Mezzosopran) und Sandrine Piau (Sopran).

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Kritik von Tobias Roth



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Originalklang: Forck, Fink, PIau

Ort: Philharmonie (Kammermusiksaal),

Werke von: Johann Adolf Hasse, Domenico Gallo, Giovanni Battista Pergolesi

Mitwirkende: Sandrine Piau (Solist Gesang), Bernarda Fink (Solist Gesang)

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