> > > > > 19.06.2010
Freitag, 23. August 2019

Sven-Eric Bechtolf inszeniert 'Salome' in Zürich

'Denn alle Lust will Ewigkeit...'

Zum Auftakt der Zürcher Festspiele hat Sven-Eric Bechtolfs mit 'Salome' sehr besonnen – nach 'Elektra', 'Rosenkavalier' und 'Ariadne auf Naxos' – den großen Strauss-Zyklus abgerundet. Die „Nervenkontrapunktik“, die vor gut 100 Jahren noch die meisten Zuschauer von den Stühlen riss, ist unlängst in Rhythmus und Blut des urban-medialen Kulturalltags übergegangen. All die „menschlichen Abgründe“ und „wahnsinnigen Einzelschicksale“ dürften heute wohl niemanden mehr überraschen, verschrecken oder gar provozieren. Man kennt den (männlichen) Stereotyp der „Femme fatale“. Er hat sich - mit Adorno gesprochen - an den Kunstwerken „abgenutzt“. Wohl ist auch unserer Zeit nichts fremder als der krude Symbolismus von Huysmans und Moreau, die in ihrer mystizistischen Metaphorik doch genau genommen nur als historisches Relikt ertragbar bleiben. Strauss selbst musste sogar einen Ästheten wie Oscar Wilde erst von „schöner Literatur befreien“ – ein geschmeicheltes Wort eines oft verkannten Avantgardisten der Musikgeschichte. Doch zurück zur eigentlichen Frage: Wozu 2010 noch eine 'Salome'?

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Kritik von Toni Hildebrandt



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Richard Strauss: 'Salome': Oper in einem Akt

Ort: Opernhaus,

Werke von: Richard Strauss

Mitwirkende: Christoph von Dohnányi (Dirigent), Sven-Eric Bechtolf (Inszenierung), Orchester des Opernhauses Zürich (Orchester), Gun-Brit Barkmin (Solist Gesang), Egils Silins (Solist Gesang), Christoph Strehl (Solist Gesang), Dalia Schaechter (Solist Gesang), Rudolf Schasching (Solist Gesang)

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