> > > > > 03.10.2009
Donnerstag, 18. August 2022

'Lohengrin' in Dessau mit GMD Antony Hermus

Beginn einer neuen Opernära in Sachsen-Anhalt

Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet im Anhaltischen Theater Dessau – diesem grandiosen Nazi-Klotz von 1938 mit der außergewöhnlichen Bühnentechnik und Akustik – eine der besten und unterhaltsamsten 'Lohengrin’-Aufführungen geben würde, die ich je live gesehen habe? (Ich nicht.) Entsprechend war ich überaus überrascht von dieser in jeder Sekunde intelligenten, durchdachten und bis ins kleinste Detail brillant exekutierten Wagner-Aufführung. Dass sie solchen Eindruck machte, lag an vier Dingen. Zuerst: Der neue GMD des Hauses, Antony Hermus, schaffte es, die Monsterpartitur mit der nötigen Wucht zu stemmen und stets im Fluss zu halten, aber gleichzeitig niemals die Sänger zu überdecken, selbst beim gleißendsten Muskelspiel. (In der Tat - ein Wunder, denkt man etwa an Barenboims ohrenbetäubenden 'Lohengrin’ kürzlich in Berlin.) Hermus trägt seine Solisten wie auf Händen, zwingt sie nie zum Forcieren und lässt wundersam lyrische Momente zu, die aber die Knalleffekte nicht ausschließen. Zudem spielt die Anhaltische Philharmonie unter seiner Leitung grandios auf. Natürlich haben Luxusklangkörper aus Wien, Berlin oder Amsterdam mehr Glanz und Glitzer im Sound, aber für die erste gemeinsame Arbeit von GMD und Orchesters war dieser 'Lohengrin’ eine außerordentliche, und zwar eine außerordentlich vielversprechende Leistung, auch was die Koordination der verschiedenen Klangkörper im Saal, hinter der Bühne, der Chormassen vor, neben, hinter den Kulissen und der vielen Solisten angeht. Bravissimo!

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Kritik von Dr. Kevin Clarke

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Regisseurin Andrea Moser zeigt Polit-'Lohengrin': Gralsritter als Obama-Double

Ort: Anhaltisches Theater,

Werke von: Richard Wagner

Mitwirkende: Andrea Moses (Inszenierung), Anhaltische Philharmonie Dessau (Orchester), Bettine Kampp (Solist Gesang), Wiard Witholt (Solist Gesang)

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