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Sonntag, 20. Oktober 2019

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Festspielhaus Baden-Baden, Copyright: Patrick Pelster

Festspielhaus Baden-Baden, © Patrick Pelster

'Elektra' in Baden-Baden

Rache abstrakt serviert

In Herbert Wernickes (1946-2002) neu einstudierter Inszenierung der 'Elektra' von Richard Strauss, die dieser Tage für drei Vorstellungen im Festspielhaus Baden-Baden zu sehen ist, fließt kein Blut. Und Leichen, von denen in Hugo von Hofmannsthals Libretto so oft wortgewaltig die Rede ist, gibt es (beinahe) auch keine. Der Hof von Mykene wird, falls er  einmal zu sehen ist, durch einen abstrakt gehaltenen, in wechselnde Farben getauchten Bühnenraum lediglich angedeutet. Als Zuschauer bleibt man, wie Elektra selbst, die meiste Zeit ausgesperrt vor der riesig aufdrohenden schwarzen Palastmauer, die Rätsel aufgibt und wohl auch aufgeben soll: Handelt es sich um ein Symbol für die ausweglose Situation, in der alle Figuren miteinander gefangen sind, um den Dauerzustand der Katastrophe, für die es keine richtige Lösung gibt, um die Repräsentation des Tragischen im Hindernis, in der Blockade? Oder steht sie für das dunkle, unzugängliche Innere des Menschen, die kranke Psyche, die sich als Gast aus dem anbrechenden 20. Jahrhundert am antiken Hof von Mykene häuslich eingerichtet hat, zur Alptraumschwärze geronnen?

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Strauss: 'Elektra'
Elektra (Linda Watson) Elektra (Linda Watson) Elektra (Linda Watson) und Klytämnestra (Jane Henschel, liegend)

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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Strauss: 'Elektra': Christian Thielemann

Ort: Festspielhaus,

Werke von: Richard Strauss

Mitwirkende: Christian Thielemann (Dirigent), Münchner Philharmoniker (Orchester), Manuela Uhl (Solist Gesang), René Kollo (Solist Gesang), Jane Henschel (Solist Gesang), Albert Dohmen (Solist Gesang), Linda Watson (Solist Gesang)

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