> > > > > 25.09.2009
Samstag, 26. September 2020

Zur Uraufführung von Wolfgang Rihms „Drei Frauen“

Aus purer Ereigniskraft

„Musik muss voller Emotion sein, die Emotion voller Komplexität.“ Mit diesen Worten begann 1974 die Karriere des damals 22-jährigen Stockhausen-Schülers Wolfgang Rihm. Seitdem ist viel passiert – Postserialismus, Postmoderne, Postpostmoderne... die Diskurse und Turns jagten dem ewigen Zeitgeist nach, doch Rihm blieb seiner Linie mit immer größerer Sicherheit treu: „Emotion voller Komplexität“. Bis heute hat der Karlsruher Komponist weit über 400 Werke geschrieben und dabei die Grenzen zwischen den Gattungen unlängst zugunsten eines fließenden „work in progress“ aufgelöst. Rihm hat ähnlich wie Pierre Boulez mit Tropierungen, Wucherungen, Kommentaren, Vernetzungen und Verflechtungen innerhalb seines eigenen Schaffens gearbeitet. Das Werk ist selbstreferentiell, aber es öffnet auch die Möglichkeit auf neue Sichtweisen und Anschlüsse. Das vielleicht triftigste Theorem für diese „künstlerische Strategie“ prägten 1977 Gilles Deleuze und Félix Guattari, als sie den biologischen Begriff „Rhizom“ in das Vokabular ihrer poststrukturalistischen Ästhetik aufnahmen. Rihm hat später, ein wenig poetischer, einfach von „Übermalungen“ gesprochen.

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Kritik von Toni Hildebrandt



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Drei Frauen: Musiktheater in drei Monodramen

Ort: Theater,

Werke von: Wolfgang Rihm

Mitwirkende: Renate Behle (Solist Gesang)

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