> > > > > 28.03.2009
Sonntag, 21. Juli 2019

Festival für aktuelle Musik: das Quatuor Bozzini

Ideen des März, Teil 1

Die MaerzMusik in Berlin ist ein bedeutendes, konzentriertes und vielfältiges Festival für zeitgenössische Musik. Seit 2002 wird es jährlich als Nachfolgeveranstaltung der Musik-Biennale Berlin unter dem Dach der Berliner Festspiele veranstaltet und führt so eine Tradition der Neuen Musik fort, die im Ostteil der Stadt seit 1967 in jährlicher Regelmäßigkeit besteht. Die diesjährige Veranstaltungsreihe, die sich 'Festival für aktuelle Musik' schreibt statt für „neue“ oder „zeitgenössische“ (es bleibt nur zu hoffen, dass daraus kein Epochenbegriff wird), hatte sein Leitthema, sofern man davon sprechen kann, mit zwei regionalen Schwerpunkten besetzt: die schon klassisch gewordene amerikanische Avantgarde einerseits, und junge Künstler aus Zentralasien und dem, grob gesagt, Gebiet der ehemaligen Sowjetunion andererseits. Und ob nun aktuell, neu oder zeitgenössisch: das Prädikat war zu Recht vergeben. Allein 10 Welturaufführungen waren auf den insgesamt 37 Veranstaltungen zu hören, und nicht weniger als 22 Werke wurden erstmals in Deutschland aufgeführt. Dieser Moment des ersten möglichen Hörens gewinnt in meinen Augen direkt proportional zum Überangebot des Web 2.0. an Bedeutung; das Verhältnis von Aura und „technischer Reproduzierbarkeit“, das Walter Benjamin analysierte, ist hier noch geradezu jungfräulich und unverstellt. Bespielt wurden dabei große und kleine Räume in Berlin, und es hat den Anschein, als hätte der vorletzte Tag des Festivals, der 28.3., eine gute Möglichkeit für eine Versuchsbohrung gegeben, um möglichst viel von der MaerzMusik einzufangen.

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Kritik von Tobias Roth



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MaerzMusik 09: Quatuor Bozzini Recital

Ort: Villa Elisabeth,

Werke von: James Tenney, Christian Wolff, John Cage

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