> > > > > 02.04.2009
Samstag, 22. Januar 2022

'La damnation de Faust' im Wiener Konzerthaus

Exzellentes Dirigat

„Dieses wunderbare Buch fesselte mich sofort. Ich trennte mich nicht mehr davon und las dauernd darin: bei Tisch, im Theater, auf der Straße, überall!“ Die Rede ist hier von Goethes 'Faust', der auf Berlioz eine magische Anziehungskraft ausübte. Der Komponist lernte das Schauspiel in der französischen Übersetzung Gerald de Nervals kennen, die ihn zunächst zu der 1828 ausgeführten Schauspielmusik inspirierte, die er auch Goethe übermittelte. Dieser bekundete sein Interesse und reichte die Partitur - wie häufig bei musikalischen Fragen - an den konservativen Carl Friedrich Zelter weiter, dessen vernichtendes Urteil auch nicht lange auf sich warten ließ. Berlioz’ 'Faust'-Begeisterung wurde von Goethes zurückhaltender Reaktion nicht gebremst, die Arbeit an einer auf diesem Sujet basierenden Oper musste allerdings noch 15 Jahre warten. Berlioz selbst betonte immer wieder, dass er das Schauspiel vorrangig auf sich wirken ließ, um so den musikalischen Gehalt zu erfassen, womit auch die zahlreichen Abänderungen des Librettos zu verstehen sind. Der markanteste Unterschied zu Goethes Original ist der bei Berlioz musikalisch fulminant gestaltete Ritt Fausts in die Hölle. Völlig willkürlich war auch Berlioz’ Entscheidung, die erste Szene nach Ungarn zu verlegen, um den effektsicheren Rákóczi-Marsch integrieren zu können.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Exzellentes Dirigat: 'La damnation de Faust' im Wiener Konzerthaus

Ort: Konzerthaus,

Werke von: Hector Berlioz

Mitwirkende: Slowakischer Philharmonischer Chor (Chor), Bertrand de Billy (Dirigent), Radio Symphonieorchester Wien (Orchester), Ramón Vargas (Solist Gesang), Ildar Abdrazakov (Solist Gesang)

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