> > > > > 18.04.2009
Sonntag, 31. Mai 2020

Choreografien von William Forsythe und Jörg Mannes

Bachs Nymphen

Im modernen Ballett gibt es kaum einen Choreografen, der sich nicht mit Bach auseinandergesetzt hat. Doch worin gründet diese Faszination für den zeitgenössischen Tanz? Bach hat in seinen Werken eine einmalige Form von kompositorischer Klarheit und strukturierter Mehrdimensionalität geschaffen, deren innere Dynamik gleichzeitig eine hohe Bewegungsentfaltung ermöglicht. Diese organische Verbindung von Präzision und Freiheit findet im modernen Tanz wiederum sein Pendant im Kontrast von Körper und Technik – von Choreografie und Performance. Wie kaum eine andere Kunstform sind daher die Werke Bachs für den Tanz als zeitlos objektivierte Vorlagen geradezu prädestiniert. Dem kompositorischen Potential – einer Art Immanenz der Transzendenz – haben zahlreiche Choreografen versucht nachzuspüren.

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Kritik von Toni Hildebrandt



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