> > > > > 05.02.2009
Sonntag, 25. August 2019

'Das Paradies und die Peri' mit Annette Dasch

Sir Simon und die Philharmoniker auf Orient-Reise

Sie wissen nicht, wer oder was ein/e ‚Peri’ ist? Dann kennen Sie vermutlich nicht den Inhalt von Robert Schumanns weltlichem Oratorium Op. 50 'Das Paradies und die Peri’, das die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle diese Woche hochkarätig besetzt zu Gehör bringen. Und damit zeigen, wie unverhofft aktuell Schumann in Zeiten der Auseinandersetzung der christlichen Welt mit dem Islam ist. Denn ‚Peri’ ist – laut Duden – ein ‚feenhaftes Wesen der altpersischen Sage’. Schumanns erster wirklicher Welterfolg aus dem Jahr 1843 schildert lyrisch, ekstatisch, farbenfroh schillernd und berückend schön eine Orientgeschichte, die auf der Dichtung ‚Lalla Rookh’ von Thomas Moore basiert. Darin geht es um eine Fee (= Peri), die das Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen ist und die versucht, Zutritt zum Paradies – zu den ‚Stufen von Allahs Wunderthrone’ – zu erlangen, von dem sie aufgrund ihrer unreinen Herkunft ausgeschlossen wurde. Ein Engel sagt ihr, sie könne Zugang finden, wenn sie eine Gabe fände, die dem Himmel ‚am liebsten’ sei. Also macht sich die Peri auf den Weg – nach Indien, Ägypten und Syrien. Was Schumann zu ganz ungeheuerlich prächtigen musikalischen Landschaftsschilderungen inspirierte, z.B. das Bariton-Solo Nr. 21, 'Jetzt sank des Abends gold’ner Schein, auf Syriens Rosenland herein, wie Glorienschimmer hing die Sonn’ über dem heil’gen Libanon’.

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Kritik von Dr. Kevin Clarke

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Schumanns weltliches Oratorium in Berlin: Klangfarbenprächtiges Orientmärchen von Schumann

Ort: Philharmonie,

Werke von: Robert Schumann

Mitwirkende: Rundfunkchor Berlin (Chor), Sir Simon Rattle (Dirigent), Berliner Philharmoniker (Orchester), Topi Lehtipuu (Solist Gesang), Bernarda Fink (Solist Gesang), Annette Dasch (Solist Gesang)

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