> > > > > 21.09.2008
Sonntag, 17. November 2019

Gargani über die Musik der 2. Wiener Schule

„Aufgeklärte Nacht“

Im Laufe der Musikgeschichte sahen sich große Philosophen immer wieder dazu aufgefordert, die Musik in den Mittelpunkt ihres Denkens zu rücken. So wurde die Musik zwar von den Pythagoräern zahlenmystisch als kosmische Ordnung nobilitiert, jedoch von Platon als techné und auch von Aristoteles als Affekt eher funktionalistisch als Vorstufe zu einer Erkenntnis verortet. Im Mittelalter war es dann vor allem Boethius, der die Musik wieder als mathematische Wissenschaft definierte und sie nicht unähnlich, wie einst die Pythagoräer, als Abbild einer kosmischen Ordnung und Harmonie verstand. Sowohl die Tradition einer mathematischen Zahlenordnung, als auch die von Aristoteles initiierte Affektlehre der Musik als Bewegung der menschlichen Seele, bestimmen bis heute überwiegend das Denken über Musik, wenngleich in der Neuzeit die philosophische Reflektion über Musik, im engen Austausch mit der Praxis, auf eine viel differenzierte Ebene gehoben wurde. Als wichtiger Teil der Ästhetik bei Hegel, Vischer oder Hanslick wurde ihre Rolle als Leitkunst vorbereitet, die sie letztlich wohl am prominentesten im Dialog zwischen Richard Wagner und Friedrich Nietzsche erfahrbar macht.

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Kritik von Toni Hildebrandt



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Aldo Giorgio Gargani: Notte trasfigurata

Ort: Chiesa Auditorium,

Werke von: Arnold Schönberg, Anton von Webern

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