> > > > > 22.08.2008
Mittwoch, 22. Januar 2020

Nike Wagners pèlerinages Kunstfest Weimar 2008

Von Sternen und Unsternen

Das janusköpfige Weimar ist heute, historisch betrachtet, eine komplexe Stadt der Gegensätze. Auf der einen Seite trifft man nahezu überall auf die ehrenwerten Spuren von Goethe, Schiller, Wieland oder Herder. Auch Nietzsche, Albert Schweitzer oder Rudolf Steiner wirkten in Weimar und natürlich sind mit Franz Liszt und Johann Sebastian Bach auch die Komponisten gut vertreten. In der Moderne spielte Weimar seit Henry van de Velde und Harry Graf Kessler wieder eine entscheidende Rolle und spätestens mit der Gründung des Bauhaus kamen bedeutende Künstler, wie Paul Klee, Wassily Kandinsky oder Walter Gropius in die thüringische Stadt. Die Zeit des Bauhaus markierte allerdings auch einen Wendepunkt in der Weimarer Geschichte, denn am Umzug nach Dessau war der aufkommende Nationalsozialismus nicht unbeteiligt. Besonders im konservativen Weimar der Weimarer Republik spürte man die starke Opposition, nicht nur rechter Parteien, natürlich besonders gegen die radikal avantgardistische Kunst. So erinnerte Bernd Neumann in seinem Vorwort des Abends daran, dass womöglich weniger der aufkommende Nationalsozialismus, als vielmehr die mangelnde Bereitschaft zu Demokratie den Anfang vom Ende markierte.Wie die Geschichte ihren Verlauf nahm ist bekannt ? fährt man heute von Jena kommend in Weimar ein um ein Konzert in der Weimarhalle zu besuchen, erinnert zuerst fern am Horizont, aber deutlich sichtbar, die Buchenwald-Gedenkstätte an die schrecklichsten Schattenseiten der deutschen Geschichte.

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Kritik von Toni Hildebrandt



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Gedächtniskonzert Buchenwald: Hanns Eisler: Deutsche Sinfonie, Op. 50

Ort: Weimarhalle,

Werke von: Hanns Eisler

Mitwirkende: Lothar Zagrosek (Dirigent), Staatskapelle Weimar (Orchester)

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