> > > > > 31.01.2008
Montag, 6. Juli 2020

Erstaunliche Virtuosität ist kein Garant für Kunst

Lang Lang macht aus Mozart einen Kleinmeister

Lang Lang ist sich selbst der größte Gegner. Bei seinem Klavierabend in der Berliner Philharmonie offenbarte sich das Dilemma dieses Megastars der klassischen Musik. Seine technische Unfehlbarkeit und seine schier grenzenlosen Möglichkeiten machen nicht jedes Werk zu großer Kunst, im Gegenteil. Lang Langs aberwitzige Virtuosität versetzte das Publikum in der zweiten Konzerthälfte bei Musik von Franz Liszt und Enrique Granados in einen Rausch. Ihre Kompositionen wirkten übergroß, eigentlich unspielbar. Doch die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann degradierte Lang Lang zu kleinmeisterlichen Schöpfungen. Selbst die Fantasie C-Dur op. 17 von Schumann klang so, als ob der Komponist im Grunde nicht in der Lage war, sie den Fähigkeiten eines Pianisten vom Genie Lang Langs entsprechend zu schreiben. Das Publikum schien dies zu spüren, applaudierte redlich, hustete reichlich und jubelte in der ersten Konzerthälfte kaum.

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Kritik von Dr. Thomas Vitzthum



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Klavierabend: Lang Lang

Ort: Philharmonie,

Werke von: Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Enrique Granados, Franz Liszt

Mitwirkende: Lang Lang (Solist Instr.)

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