> > > > > 22.11.2007
Donnerstag, 18. August 2022

Ernani in Triest

Triumpf des Basses

Giuseppe Verdis ‘Ernani’, seine insgesamt vierte Oper, fungiert stets als Vehikel um sängerische Qualitäten effektvoll zu demonstrieren, die Handlung des am 9. März 1844 in Venedig uraufgeführten Stücks sorgt dagegen für Verzweiflung bei Regisseuren: Der Adelige Ernani hat auf Grund politischer Verhältnisse alle Besitztümer verloren und bei Banditen Zuflucht gefunden. Er hofft aber nach wie vor, Elvira gewinnen zu können, die allerdings den alten Silva heiraten soll. Dieser ist allerdings nicht Ernanis einziger Rivale, denn auch der König Don Carlos möchte sie heiraten. Ernani dringt unerkannt in Silvas Schloss ein und verbündet sich schließlich mit ihm gegen den König, dennoch will sich Silva auch an Ernani rächen. Er übergibt Silva sein Horn und schwört, sich in dem Moment zu töteten, in dem es ertönt. Nachdem Ernani nach zahllosen Wirren Elvira schließlich heiratet, ist Silvas Stunde gekommen: Er schleicht auf das Fest und bläst das Horn. Ernani, der nicht als ehrlos gelten möchte begeht darauf Selbstmord. Pier Lui Pizzi hat vor diesem Handlungskonstrukt offenbar kapituliert und die Szenerie auf ein rotes Einheitsbühnenbild mit verschiebbaren Wänden reduziert, wodurch die Schauplätze geschickt angedeutet werden. Ernani spielt so in einem Nirgendwo und Überall, die Brücke zu einer fiktiven historischen Epoche wird durch aufwendige Kostüme geschlagen.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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