> > > > > 17.10.2007
Sonntag, 29. März 2020

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Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, Copyright: Paul Ott

Theater an der Wien: Blick auf den Eisernen Vorhang, © Paul Ott

Prokofjews 'Der Spieler'

Die Marinskys in Wien

Sergej Prokofiev schmiedete bereits während seiner Zeit am Konservatorium Pläne, Dostojewskis ?Spieler? als Basis für ein Bühnenwerk zu verwenden. Als 1915 der Entschluss zu diesem Projekt endgültig gefasst war, stürzte sich der Komponist, der auch sein eigener Librettist werden sollte, mit Feuereifer in die Arbeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch so gut wie keine Opernerfahrung - sein Debütwerk ?Maddalena? war ein 5-Personenstück -, dennoch hatte er sich nun aber an ein Libretto größter Dimension gewagt, das neben den Hauptpersonen noch weitere 29 Protagonisten auf die Bühne bringt. Das Orchester ist in diesem Stück noch um ein erweitertes Schlagzeug und Klavier aufgestockt. Diesen quantitativen Aufwand stellt der Komponist ganz in den Dienst des Dramas, da ihm eine ?Oper im Deklamationsstil? mit dem gesprochenen Wort im Zentrum vorschwebte, womit er bewusst an Vorbilder wie Mussorgsky anschloss. Dieses Verfahren bedeutet auch einen Verzicht auf die große lyrische Kantilene. Für sängerische Selbstdarstellung bietet der ?Spieler? also keinen Raum. Dies wird allerdings durch die raffinierte Orchesterbehandlung, bei der die Emotionen der Akteure durch ungewöhnliche Klangkombinationen wiedergespiegelt werden, mehr als Wett gemacht. 

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Theater an der Wien: Gergiev, Marinsky Theater

Ort: Theater an der Wien,

Werke von: Sergej Prokofieff

Mitwirkende: Valery Gergiev (Dirigent), Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg (Orchester), Vladimir Galouzine (Solist Gesang)

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