> > > > > 21.07.2007
Donnerstag, 2. Dezember 2021

Flott gebaute Inszenierung von Cristof Loy

Tollhaus des Opernsvergnügens

Die Bayerische Staatsoper schrieb im Prinzregententheater in München ein charmantes Regie-Kapitel zu Gioacchino Rossinis Oper ‘Il turco in Italia’: Ein eigen geschöpftes war es zwar nicht. Denn mit vielem, worüber das Publikum jubelte, machte Regisseur Christof Loy an der Hamburgischen Staatsoper bereits im März 2005 Furore. Alles ist von sympathischer Machart. Herbert Murauers Bühne verbreitet modern gestyltes Flair: DDR-Wohnwagen für die Ankunft der Zigeuner, Stellwände mit neapolitanischem Prospekt werden herein geschoben, Teppiche ausgerollt. Designer-Mobiliar mit Küchenzeile, Bar und riesigem Schuhschrank für die Gattin sorgt für häusliches Flair. Und was Loy auch immer auf der Bühne fabriziert, niemals richten sich die Wirbeleien gegen die Musik. Und es geht turbulent zu. Dichter Prosdocimo, Librettist, soll komische Oper schreiben, setzt die überdrehte Buffokomödiantik in Bewegung. Schicker Türke (Selim) legt im neapolitanischen Hafen an, verliebt sich in Donna Fiorilla, die das Thema eheliche Treue sehr locker angeht. Nach türkischer Gepflogenheit will Selim dem gehörnter Ehemann Don Geronio die Gattin abkaufen. Nachdem Vertragsverhandlungen scheitern wird auf einem großen Maskenball Verwechslungskomödie mit Entführung inszeniert. Ende der Farce: Don Geronio behält nach Scheidungsabsichten die reumütig zurückkehrende Gattin. Selim begegnet Zaide, seiner ehemalige Favoritin, die er im Eifersuchtsanfall einmal zum Tode verurteilte und die nach Flucht unerkannt unter Zigeunern lebte. Es gibt Versöhnung auf der ganzen Linie. Jeder bekommt das, was ihm gebührt.

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Kritik von Prof. Egon Bezold



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Il turco in Italia: Dramma buffa per musica in zwei Akten

Ort: Bayerische Staatsoper,

Werke von: Gioacchino Rossini

Mitwirkende: Christoph Loy (Inszenierung), Bayerisches Staatsorchester (Orchester), Carlos Chausson (Solist Gesang), Alexandrina Pendatchanska (Solist Gesang)

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