> > > > > 04.08.2007
Samstag, 17. November 2018

Katharina Wagner beansprucht die Festspielleitung

Urschrei auf fränkisch

Als Wagner 1867 endlich zur Komposition der Schlussansprache seiner ‚Meistersinger’ ansetzt, zeigen sich bei ihm Bedenken. Cosima schreibt an den König, dass Wagner meinte, das Drama sei mit Walthers Gedicht abgeschlossen und die große Rede Sachsens gehöre nicht zur Sache. Nach langen Gesprächen mit Cosima und nach einer schlaflosen Nacht, wird dann die Schlussszene konzipiert, wie wir sie heute kennen. Vielleicht hat Wagners Gefühl ihn damals nicht betrogen, denn diese Ansprache Hans Sachsens hat dem Werk mehr geschadet als genutzt. Ein Lustspiel sollten sie sein, seine ‚Meistersinger’, die er inmitten von katastrophalen Lebensumständen begonnen hatte zu schreiben. Doch was seine Urenkelin heute daraus macht, ist nicht so leicht zu ergründen und was soll man noch darüber schreiben? Seit Wochen kann man in allen Feuilletons verfolgen, wie schräg Fräulein Wagner dieses Werk interpretiert und wie sie es dazu benutzt, um sich als Nachfolgerin ihres Vaters auf dem Grünen Hügel zu präsentieren. Richard Wagner und sein Kulturkonzept spielen dabei keine Rolle mehr. Der Gründer der Festspiele ist seit Jahrzehnten nur noch Mittel zum Zweck. Man darf davon ausgehen, dass, seit Wolfgang Wagner die Alleinherrschaft übernommen hat, die Festspielidee seines Großvaters einfach beiseite geschoben und in ein fränkisches Unternehmen umgewandelt wurde. Das künstlerische Niveau nimmt schon seit Jahren stetig ab und hat heuer mit ‚Die Meistersinger aus Nürnberg’ einen absoluten Tiefpunkt erreicht.

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Kritik von Midou Grossmann



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Bayreuther Festspiele 2007: Die Meistersinger von Nürnberg

Ort: Festspielhaus,

Werke von: Richard Wagner, Richard Strauss

Mitwirkende: Sebastian Weigle (Dirigent), Katharina Wagner (Inszenierung), Bayreuth Festival Orchester (Orchester), Cheryl Studer (Solist Gesang), Klaus Florian Vogt (Solist Gesang), Carola Guber (Solist Gesang), Michael Volle (Solist Gesang), Artur Korn (Solist Gesang), Franz Hawlata (Solist Gesang), Semjon Skigin (Solist Instr.)

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