> > > > > 12.12.2006
Donnerstag, 18. Juli 2019

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Oper Leipzig, Copyright: Ichwarsnur

Oper Leipzig, © Ichwarsnur

“Die lustige Witwe“ an der Leipziger Oper

Die Witwe in der Wüste

Ceci n´ est pas Paris’ – das ist nicht Paris – flimmert es in unzähligen bunten Lichtern unterm falschen Eifelturm mitten in weiter falscher Wüstenlandschaft, fein gemalt auf Prospekten, die die riesige Bühne des Leipziger Opernhauses umgrenzen. Eine skurrile Vergnügungsoase mitten im Sande, Paris ist immer da, wo Menschen sich zu militanten Vergnügungsbanden zusammenrotten, ihre Kommunikation auf Scherze beschränken, die so flach sind, dass nicht einmal eine Spur von Witz darunter noch Platz finden kann. In der Einsamkeit der Leipziger Riesenbühne steht den Pontevedrinern nicht das Wasser bis zum Hals, dafür droht ihnen mitten in der Wüste der Stoff in jeder Hinsicht auszugehen und wenn nicht ein Wunder geschieht, werden sie hier alle an ihrem mageren Schein aus Mangel an jeglichem Sein zu Grunde gehen. Aber die Hallodris leben noch, sie leben auf Pump und legen die Schulden an, das Spiel geht weiter, warum nicht weiter spielen.
Wir sind also nicht im Paris des Jahres 1905, sondern wie zur Uraufführung, ‘heutzutage’ in einer Gesellschaft von Spielern und Verspielten, Gewinnern und Verlorenen. Pleite zu sein und dennoch auf großem Fuß zu leben, das ist Operettenphilosophie, und die bekommen wir hier reichlich geboten.

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Kritik von Boris Michael Gruhl



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Die lustige Witwe: Leipziger Oper

Ort: Oper,

Werke von: Johann Strauß, jun.

Mitwirkende: Gewandhausorchester Leipzig (Chor), Frank Beermann (Dirigent), Gabriele Fontana (Solist Gesang), Robin Johannsen (Solist Gesang)

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