> > > > > 07.11.2006
Donnerstag, 8. Dezember 2022

Benatzkys ‚Meine Schwester und ich’ in Hamburg

„Ich lade Sie ein, Fräulein“

Wer hätte wohl vermutet, dass ausgerechnet im Winterhuder Fährhaus in Hamburg eine der interessantesten Operettenproduktionen dieses Herbstes zu sehen sein würde? In dem kleinen Boulevard-Theater läuft derzeit Ralph Benatzkys musikalisches Lustspiel ‚Meine Schwester und ich’, eine erotisch aufgeladene Kammeroperette, die der Komponist im März 1930 fürs Komödienhaus in Berlin geschrieben hatte, im gleichen Jahr, wo sein derzeit allüberall wiederentdecktes ‚Weißes Rössl’ im Großen Schauspielhaus der Hauptstadt seine Premiere erlebte. Die beiden Stücke stellen auf exemplarische Weise die beiden konträren Seiten von Benatzkys Schaffen dar: während das ‚Rössl’ eine große, nach amerikanischem Muster aufgezogene Revue-Operette mit Jazz-Exzessen und Broadway Flair ist, orientiert sich die viel kleiner dimensionierte ‚Meine Schwester und ich’ an der französischen opérette légère der 1920er Jahre, an den Stücken von Maurice Yvain und Henri Christiné, an Werken wie ‚Ta bouche’ und ‚Dédé’. Benatzky hatte diese Erfolge in Paris gesehen und versuchte, diesen Typus Operette für den deutschen Markt zu adaptieren. Dafür war er bestens geeignet, denn vor und neben seiner Beschäftigung mit der Revue – im Zusammenhang mit dem Regisseur Erik Charell in Berlin und mit Grünbaum/Farkas in Wien am Stadttheater – hatte sich Benatzky als Meister des pikanten Chansons etabliert, geschrieben für seine erste Ehefrau, die Diseuse Josma Selim. Der dabei entstandene Werkkanon ist in seiner Fülle, Vielseitigkeit und Brillanz nach wie vor einzigartig.

Um die komplette Kritik zu lesen, loggen Sie sich bitte mit Ihrer Email-Adresse und Ihrem Kennwort ein:

E-Mail:
Kennwort:


Sollten Sie noch kein Nutzerkonto bei klassik.com besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.


Operettenaufführung in der Hamburger Komödie
Herbert Herrmann als Bibliothekar Roger Fleuriot wird von seiner 'Chefin' Nora von Collande bedrängt Ein kleiner One-Step: Herbert Hermann tanzt sich beschwingt durch Benatzkys Kammer-Operette. Marcus Ganser spielt den Graf Lacy Irimbert Ferdinand hinreißend skurril und blödsinnig wienerisch

Klicken Sie auf ein Bild von Operettenaufführung in der Hamburger Komödie, um die Fotostrecke zu starten (3 Bilder).

Mehr erfahren über den Autor

Kritik von Dr. Kevin Clarke

Kontakt aufnehmen mit dem Autor

Kontakt zur Redaktion


Operettenaufführung in der Hamburger Komödie: Benatzkys Musikalisches Lustspiel am Boulevard

Ort: Komödie Winterhuder Fährhaus,

Werke von: Ralph Benatzky

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Magazine zum Downloaden

Class aktuell (3/2022) herunterladen (5000 KByte) NOTE 1 - Mitteilungen (11/2022) herunterladen (2700 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Camille Saint-Saens: Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier E-Dur - Poco andante maestoso - Allegro vivace

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich