> > > > > 12.12.2017
Donnerstag, 14. Dezember 2017

Paavo Järvi dirigiert Brahms in Hamburg

Spannung und Entspannung

Für ihren ersten Auftritt dieser Saison in der Elbphilharmonie hatte sich die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter ihrem künstlerischen Leiter Paavo Järvi ein Programm aus Richard Wagner, Sergej Prokofjew und Johannes Brahms in klassischer Reihenfolge zurechtgelegt. Am Ende tobte das Publikum vor Begeisterung, hatte man doch gerade mit den zwei Ungarischen Tänzen in F-Dur Nr. 3 und 10 zwei wunderbar ‚zigeunernde‘ Zugaben hingelegt, mit tänzerischen Schnörkeln in der Oboe und mitreißenden Tempo-Effekten. Da machte es gar nichts, dass die Celli zu Konzertbeginn im Wechselnoten-Wabern von Wagners 'Waldweben' noch ein wenig wackelten. Dies zumal ein selten gespieltes Arrangement von Hermann Zumpe mit quasi vorweihnachtlichem Glockenspiel erklang; darin waren wie in einem Best of Leitmotive des 'Rings' bis zum 'Siegfried' miteinander verknüpft, was vor allem in den Holzbläsern überzeugte. Diese hatten auch später in der Vierten Sinfonie von Brahms in e-Moll Gelegenheit, sich hervorzutun. Unter Paavo Järvi gestaltete im 'Andante moderato' vor allem die Solo-Klarinette plastisch sprechend. Daneben sorgten aber auch die Hörner für manchen Höhepunkt, auch an den leisen Stellen. Lag es an der feinen Akustik der Elbphilharmonie, dass der unterbrochene Orgelpunkt im Solo-Horn in der Flötenvariation der Passacaglia (und in der darauffolgenden Variation) so gut zu vernehmen war, oder an der perfekten Abstimmung der Musiker? Wahrscheinlich beides.

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Kritik von Dr. Aron Sayed

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Viktoria Mullova: Paavo Järvi

Ort: Elbphilharmonie,

Werke von: Johannes Brahms, Sergej Prokofieff, Richard Wagner

Mitwirkende: Paavo Järvi (Dirigent), Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Orchester), Viktoria Mullova (Solist Instr.)

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