> > > > > 26.01.2012
Dienstag, 21. November 2017

Grauns 'Montezuma' an der Berliner Staatsoper

Ein verteufelt sanfter Herrscher

Carl Heinrich Grauns Oper 'Montezuma', ein Trauerspiel in drei Akten, liegt ein besonderer, man könnte fast sagen: ein frecher Text zugrunde. Die italienischen Verse von Giampietro Tagliazucchi erklangen erstmals im Karneval 1755 in der Berliner Hofoper Unter den Linden – und der Prosaentwurf des Librettos stammte von niemand geringerem als dem Hausherrn Friedrich II. Erzählt wird die Geschichte des letzten Aztekenherrschers, dessen Stadt und Reich von den ankommenden Spaniern unter Hernan Cortes erobert wird. Da Montezuma im Zentrum der Handlung steht, ist der tragische Ausgang vorprogrammiert. Aber wie er programmiert wird, ist eine dreiste Propagandaaktion, wie man sie so unverhohlen auf der Opernbühne selten studieren kann.

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Kritik von Tobias Roth

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Montezuma: Musikalisches Trauerspiel von Carl Heinrich Graun

Ort: Deutsche Staatsoper,

Werke von: Carl Heinrich Graun

Mitwirkende: Michael Hofstetter (Dirigent), Staatskapelle Berlin (Orchester), Anna Prohaska (Solist Gesang), Vesselina Kasarova (Solist Gesang), Ann Hallenberg (Solist Gesang), Adriane Queiroz (Solist Gesang), Florian Hoffmann (Solist Gesang), Kenneth Tarver (Solist Gesang)

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